P1010035Am 31. März hatte sich der Eifelverein Untermosel auf einen der schönsten Wanderwege der Region gefreut: Bei der 13. Etappe des Moselsteigs von Traben-Trarbach nach Reil muss man auf 16 km stramme 560 Höhenmeter bewältigen.

Nachdem die Bahn die Wanderer und mehrere Gäste problemlos nach Traben-Trarbach gebracht hatte, ging es steil in die Höhe zur Grevenburg hinauf. Doch dann gab es eine Enttäuschung: Der Besuch musste entfallen. Der Weg war gesperrt, eine Umleitung gab es nicht und wir mussten wieder ins Tal zurück. Besonders ärgerlich war, dass die Sperrung des von zahlreichen Wanderern frequentierten Weges weder auf der Homepage des Moselsteigs noch auf der der Tourist-Information Traben-Trarbach angezeigt war.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann auf schmalen Pfaden zur Starkenburg. Dabei war besondere Aufmerksamkeit gefordert, denn auf dem Weg lagen zahlreiche abgebrochene Äste und mehrere umgestürzte Bäume. Drei Wochen, nachdem das Sturmtief Eberhard durch das Moseltal gefegt ist, sollte man einen gut besuchten Premiumweg einmal kontrollieren.

Doch die Wanderer ließen sich ihre gute Laune nicht verderben. Wir genossen traumhafte Ausblicke ins Moseltal und auf die Festung Mont Royal. Nach der Mittagsrast am Rottenblick ging es durch die engen Gassen von Enkich zum letzten steilen Anstieg durch die Weinberge. Geradezu entspannend waren die letzten Kilometer bis Reil, wo wir uns bei leckerem Essen und gutem Wein von der anstrengenden Wanderung erholen wollten.

Doch auch hier stießen wir auf Schwierigkeiten. Bei der Vorwanderung mussten wir feststellen, dass es in Reil am Moselsteig zahlreiche gute Lokale gibt, dass diese aber entweder im März oder am Sonntagnachmittag geschlossen haben. Die einzige Ausnahme war das Weinberghotel Nalbach, dessen Küche wir anschließend drei Sterne verliehen.

Unser Resümee: Die Wanderer des Eifelvereins sind keine Schönwetterwanderer, sondern sie sind das ganze Jahr unterwegs. Wir sind dabei nicht alleine und freuen uns, dass die schönen Wanderwege der Region auch im Winter gut besucht werden. Schön wäre es, wenn sie anständig gepflegt wären und wir am Ende eine gemütliche Einkehr finden würden. Der Wandertourismus in der Region floriert, aber da ist noch ganz schön Luft nach oben.

Fotos Martina Schauß

Werner Forster hat uns eine ganze Reihe schöner Fotos von dieser Wanderung geschickt. Danke Werner